Pressepräsentation Volkswagen Passat

Pressepräsentation Volkswagen Passat

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Pressepräsentation Volkswagen Passat

Der Passat schaut in seiner siebten Generation weniger auf zum Phaeton, dem Flaggschiff der Marke Volkswagen, als sein Vorgänger. Denn mit dem neuen Gesicht rücken seine Designer ihn mit höherem, breitem Kühlergrill und nun mit vier statt zwei Chrom-Querspangen wie beim Golf bewusst in die Nähe des großen Bruder. So gewinnt die VW-Mittelklasse als Limousine oder als Variant den Anschluss nach oben. Neue Technologien und sparsame Motoren unterstreichen den Anspruch. Ab November geht er die 17. Passat-Million an. Diese Marke wird er rasch erreichen; daran zweifelt niemand.

Präsenter und dynamischer

Obwohl der Passat nicht breiter wurde, wirkt er in seinen drei Versionen Trendline, Comfortline und Highline präsenter und dynamischer, gleichzeitig auch zurückhaltend und sauber. Der Ausdruck des Passat-Gesichts wird durch die neuen Doppelscheinwerfer mit optionalem Bi-Xenon- und LED-Tagfahrlicht gestärkt. Unterhalb von Scheinwerfern und Grill erschließt sich ein in Wagenfarbe lackierter Bereich des Stoßfängers. In der nächsten Ebene folgt ein weiterer Lufteinlass, der seitlich durch verchromte Winglets – ähnlich wie die Flügelspitzen von Verkehrsflugzeugen – begrenzt wird.

Übergang in die Silhouette

Über die seitliche Kontur der im Stil des Phaeton V-förmig konturierten, prallen Motorhaube und die Kotflügellinien erschließt sich der Übergang in die Silhouette. Auffallend sind hier die geschärfte untere und die obere – neue – Charakterlinie. Diese Linien lassen den Passat flacher und kraftvoller wirken. Die Silhouette wird mit den neu gestalteten Außenspiegeln und dem flüssigen Verlauf der Dachpartie zum Heck geprägt. Wegen der im Vergleich zum Vorgänger deutlich reduzierten Keilform wirkt das Heck leichter. Wie beim Golf erlebte auch der Passat nicht die Design-Revolution, sondern eine saubere Weiterentwicklung im Sinne des Konzern-Designs.

Neue Sitze, neue Türverkleidungen, neue Applikationen…

Neue Sitze, neue Türverkleidungen, neue Applikationen, eine ebenfalls neu gestaltete Mittelkonsole und eine hochwertigere Instrumententafel treffen dabei beim neuen Passat auf neue Ausstattungsfeatures wie die vom Touareg adaptierten, vorderen Sicherheitskopfstützen. Gegen Aufpreis wird es auch einen Klimasitz mit aktiver Belüftung und Massagefunktion geben, ganz im Stile des Phaeton und eine Ambientebeleuchtung.

Eine neue Narbung zeigt der obere Bereich der Armaturentafel mit den dort integrierten Lüftungsöffnungen mit Chromeinfassungen. Der neue Eindruck wird durch die Dekorleisten in den Armaturen unterstützt, sie trennen den oberen und unteren Bereich optisch voneinander und sind jetzt leicht gewölbt ausgeführt. Neu zwischen Tacho und Drehzahlmesser: ein mehrfarbig aufgebautes TFT-Display. (Serie für Highline), wie es mit ähnlicher Grafik auch im Phaeton und Touareg zum Einsatz kommt.

Die Mittelkonsole wurde komplett neu strukturiert. In der obersten Ebene findet sich eine Analog-Uhr. Direkt darunter schließen sich die Info- und Entertainmentsysteme an, die weitgehend vom Vorgänger übernommen wurden. In der nächsten Ebene folgt die Steuerung der Klimaanlage oder der Klimaautomatik. Vollständig neu konzipiert wurde der Bereich um den Schalthebel, die sogenannte Schalttafel. Die Schalthebel selbst – sowohl für die manuellen Getriebe als auch für die Doppelkupplungsgetriebe (DSG) – liegen besser zur Hand.

Motorisierung

Alle zehn Motoren (77 kW / 105 PS bis 220 kW / 300 PS) wurden sparsamer und zwar um bis zu 18 Prozent. Die TDI-Versionen sind serienmäßig mit der Blue Motion-Technology ausgestattet. Unter anderem gehören zu diesem Paket rollwiderstandsarme Reifen, ein Start-Stopp-System und der Rekuperationsmodus. Die Passat-Modelle mit Benzinmotoren verfügen ebenfalls serienmäßig über die Rekuperationstechnologie zur Nutzung der Bremsenergie. Im Fall des kleinsten Benziners stehen die Rekuperation und das Start-Stopp-System optional zur Verfügung. Serienmäßig kommen in allen Passat Sechs-Gang-Getriebe zum Einsatz. Bis auf den 105-PS-TDI lassen sich alle Motoren des neuen Passat mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombinieren beim V6 ist das DSG serienmäßig an Bord.

Der sparsamste Passat-Motor wird ab 2011 der 1.6 TDI (Turbodiesel) mit 77 kW / 105 PS) sein. Er verbraucht im Passat Blue Motion nur noch 4,2 l auf 100 Kilometer. Das entspricht 109 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Downsizing und Technologien wie das Start-Stopp-System sorgen derweil auch im Bereich der Benziner für außergewöhnlich niedrige Verbrauchswerte. Wegweisend ist der 1.4 TSI mit 90 kW / 122 PS. Er begnügt sich in der Blue-Motion-Technology-Version mit 5,9 l/100 km. Der entsprechende CO2-Wert: 138 g/km.

Sicheres Fahrverhalten

Die mit einem Hilfsrahmen akustisch von der Karosserie entkoppelte Vierlenkerhinterachse, die mit Alukomponenten konzipierte McPherson-Vorderachse und die elektromechanische Servolenkung sorgen dabei für ein sicheres Fahrverhalten und hohen Fahrkomfort. Auch der neue Passat kann mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC bestellt werden. Optional steht ein um 15 Millimeter abgesenktes Sportfahrwerk zur Verfügung. Das ESP verfügt über eine Gespannstabilisierung.

Neue Technologien für mehr Komfort

Für den Passat sorgen neue Technologien für mehr Komfort und mehr Sicherheit, die zum Teil erstmals in diese Fahrzeugklasse verfügbar sind. Darunter findet sich auch eine City-Notbremsfunktion. Das System ist Bestandteil der weiterentwickelten, automatischen Distanzregelung ACC plus Front Assist. Unterhalb 30 km/h reagiert die Notbremsfunktion auch auf stehende Hindernisse und leitet eine Bremsung ein, wenn ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden ist. Auch ein Müdigkeitssensor findet sich an Bord, ebenso ein Fernlichtassistent, der automatisch Fernlicht einschaltet, sofern niemand geblendet wird und ein System, das per Kamera Geschwindigkeitsbeschränkungen erkennt.

Kein Leisetreter

Wenn auch der Passat durch die vielen Akustik-Maßnahmen zu einem extrem leisen Vertreter seiner Klasse wurde, so ist er doch kein Leisetreter. Das neue Design und die neu eingesetzten Technologien zeugen davon, dass VW mit dem Passat nicht im Unverbindlichen verharren, sondern Farbe bekennt will. Der neue Passat hat an Kontur gewonnen und sich tatsächlich dem Phaeton angenähert.

Weitere Informationen, Bilder sowie ein Datenblatt findet Ihr auf Auto.de.

Quelle: auto.de/(ampnet/Sm)