Neuer Porsche 918 Spyder wird stärker als erwartet

In drei Sekunden von null auf hundert: Porsche 918 Spyder heißt der neue Supersportler, den der Stuttgarter Autobauer in diesem Herbst auf den Markt bringen wird. Nur drei Liter Sprit verbraucht der Sportwagen dank zweier Elektromotoren auf 100 Kilometer. Der breitentauglichen Elektromobilität jedoch wird dies wohl nicht zugutekommen.

Neuer Porsche 918 Spyder wird stärker als erwartet

Ein 3-Liter-Auto mit 795 PS, 325 km/h Spitzengeschwindigkeit und einem maximalen Drehmoment von 780 Nm: das hat es bislang noch nicht gegeben. Mit dem Porsche 918 Spyder geht noch in diesem Jahr ein Hybride in die Serienfertigung, dem dieses Kunststück (zumindest rein rechnerisch) gelingen soll. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sind es hierbei, die den 580 Pferdestärken des V8-Verbrenners auf die Sprünge helfen. Neben dem hybriden Antrieb ist auch die Leichtbauweise ein wichtiger Aspekt des innovativen Fahrzeugkonzeptes. So bestehen Autoteile und Zubehör des Spyder zum großen Teil aus Karbon. Damit wiegt der gesamte Sportwagen weniger als 1.500 Kilogramm.

In 7 Minuten um den Nürburgring

Wie effektiv das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten funktioniert, hat Motorsportlegende Walter Röhrl jetzt auf der altehrwürdigen Nordschleife getestet. 225 km/h betrug die Spitzengeschwindigkeit seines Opel Ascona B 400, mit dem Röhrl vor 30 Jahren die Rallyepisten beherrschte. Mit dem Prototyp des neuen Porsche Spyder brachte die Rennsportlegende jetzt ein ganz anderes Fahrzeugkaliber auf die Asphaltstrecke. Doch von Anpassungsproblemen keine Spur: rekordverdächtige 7 Minuten und 14 Sekunden standen zu Buche, nachdem Röhrl den ersten Testlauf absolviert hatte.

Die vom Hersteller prognostizierten drei Liter Verbrauch allerdings wird der Spyder unter solchen Bedingungen nicht einhalten können. So beträgt die Reichweite bei rein elektrischem Antrieb lediglich 25 Kilometer (Höchstgeschwindigkeit im E-Modus: 150 km/h). Trotzdem ist der Hybridantrieb das Herzstück des Wagens. Dies stellte auch Röhrl nach der Jungfernfahrt fest. „Vergesst den 580 PS starken V8-Motor“, so der Ex-Weltmeister. „Wenn die Akkus leer sind, hast Du ein Gefühl, als ob du plötzlich stehen bleibst.“

Vom Konzeptfahrzeug zum innovativen Außenseiter

Als der Porsche 918 Spyder vor zweieinhalb Jahren dem Publikum des Genfer Autosalons präsentiert wurde, war er lediglich ein Konzeptfahrzeug. Vier Monate später stimmte dann der Aufsichtsrat in Stuttgart einer Serienproduktion zu.

Das angekündigte Modell wird nun noch stärker als erwartet. So wurden Werte wie Höchstgeschwindigkeit und Leistung inzwischen mehrfach noch oben korrigiert. Ab Herbst wird jetzt die Serienfertigung der finalen Version anlaufen. In der hiesigen Fahrzeuglandschaft wird der Spyder trotzdem ein Schattendasein fristen. Bei einem Anschaffungspreis von knapp 770.000 Euro ist der Renn-Bolide allerdings auch eher für die Extremsportliga als für die breite Masse konzipiert. Zudem ist über ein Drittel der geplanten Auflage (918 Stück) bereits vergriffen. Zahlungskräftige Porschefans sollten sich also beeilen, wenn sie den neuen Renn-Hybriden zukünftig nicht nur von der Zuschauertribüne der Nordschleife aus bewundern möchten.

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hobscotch Gründer und redaktionell Verantwortlicher von VW-DUDE.DE seit dem 24. September 2003. Weitere Informationen findet Ihr auf hobscotch.de

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  • Hey,
    echt toller Blog, werde auf jeden Fall ab jetzt regelmäßig vorbeischauen! 😉
    Der Porsche ist der reinste Wahnsinn! Ein absoluter Traum…der wohl auch einer bleiben wird.
    Zumindest erstmal, vielleicht gewinne ich ja bald im Lotto! 😀

    Lg, Siggi

  • Wow, ein absolut geiles Auto, eidentlich bin ich nicht so der Porsche-Freak, den Chayenne find aber absolut schön und den Spyder, also wirklich wunderschön…. 🙂

  • Also mal abgesehen von den guten Werten (3l mit 2 Elektromotoren) sieht der Wagen einfach Wahnsinn aus. Meiner Meinung nach einer der besten Porsche-Sportler der letzten Jahre.